power off (grayskull), kickprint, 2009, 20×30cm
kick back & relax
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Ja genau.
Neben all den Konzerten, Veranstaltungen, Clubs, Cafes, Sehenswürdigkeiten,
Attraktionen und Cockfights versuche Ich mich auch noch auf das Studieren zu
konzentrieren; recht intensiv sogar für einen Erasmusstudenten ,
sagt bzw. schimpft man mir nach. Neben dem obligatorischem Hauptprojekt,
welches dem Basisinstitut der HBK ähnelt, habe Ich noch vier andere Kurse;
Video, Animation, architektonisches Zeichnen und Illustration. Obwohl das
Hauptprojekt um Einiges angenehmer als das Basisinstitut der HBK ist, geht
man dort am Ungernsten hin; zwei Professoren auf knapp 20 Studenten aus
allen Studienrichtungen verteilt mit Aufgaben, die nicht einmal die Professoren
so richtig formulieren können. Nach der ersten Aufgabe – einen knapp DinA2
großen Plan des zugeteilten Partners gestalten – befassen wir uns momentan
damit, wie man in zwei 3×3x6m große, lebensechte Kontainer
einen Lebensraum für vier Personen lebenswürdig gestaltet; selbst der
langweiligste Architekturstudent würde wohl nicht mehr als ein Gähnen hervor-
bringen. Aber so mühsam diese obligatorische Veranstaltung auch ist, so erfreu-
licher sind die restlichen Kurse. Der Zeichenkurs findet jede Woche an einem
meist interessanten Ort unter freiem Himmel statt, der Illustrationskurs wird von
einem höchst dynamischen, unterhaltsamen, homosexuellen Katalanen geleitet,
im Animationskurs pendeln wir zwischen eigener Projektarbeit und kontem-
porären Animationsfilmvorführungen und im Videokurs fühle Ich mich wie zu
Hause, da es jetzt der Vierte ist, den Ich in meinem Studium besuche.
Da muss man dann halt hartnäckig sein.
Die Finger klimpern auf den Tasten
und grätschen zwischen tab und del,
apfel und ctrl, alt und escape.
Sie kritzeln lange Fäden wie endlose Lakritze,
so dünn und fein wie Tangafäden in Arschritzen.
Diese werden hier in BCN anscheinend gerne in
Toiletten von Bars und Clubs geteilt. Apropos,
wenn Xavi, mein Mitbewohner und Experte
in Sachen Clubtoiletten, nicht auf seinem Saxo-
phon rumtrötet, hört er seit ein paar Tagen die ge-
samte Diskographie Max Herres und bestätigt wie-
der, dass Qualität keine Schranken kennt. Doch
spitze Ich hier nicht nur meine Ohren, sondern
auch Bleistifte.
Für Animationsschraffuren.
Illustrationsendlosketten.
Logostempeln.
Storyboards und Moodvideos.
Gehirntomographiepläne.
Landschaftsskizzen.
Die besten Pizzen gibts hier an der Rambla del Raval,
mit überschaubaren Preisen und Qualitätsbestätigungen
spanischer, norwegischer und italienischer Pseudoex-
perten. Als traditionstreuer, deutscher Bürger habe Ich mir
auch schon eine nette, kleine Taekwondoschule rausge-
sucht; der seit dreißig Jahren in Barcelona lebende Meister
bringt mir die Kunst des Holzbretterzerschlagens und Äpfel-
vom Kopfwegtretens so engagiert bei, dass er sich Letztens
bei einem Duichagi eine Bänderdehnung zugezogen hat.
perdon, maestro!
Letztes Wochenende fand in unserer WG ne Party mit inter-
nationalen Tapas und Studenten statt; Deutschland war mit
Würstchen und Modeselektor vertreten. Die Party wurde
dann um 3 in die Innenstadt verlegt, als ein Nachbar Wasser
durchs Fenster warf; wahrscheinlich ein Atlantiker, der die
Menschensprache nicht beherrscht. Allgemein können die
Katalanen anscheinend nicht so gut mit Wasser umgehen.
Als es letzte Woche in Strömen regnete, waren viele Metro-
stationen wegen Überschwemmungen gesperrt.
Es war ein goldener Tag für Regenschirmverkäufer
und ein Nasser für chinesische Tastenklimperer.
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Manchmal assistiert Einem ein guter alter Kater sich den
hyperguten Dingen im Leben hinzugeben. Gebratene
Pilze aus katalanischen Wäldern, kubanische Zigarren
aus haarigem Besitz, Straßengeräusche-ausblendende,
geschlossene Fenster und der neueste Geniestreich von
Sam Mendes komponieren in diesem Falle ein Parade-
beispiel verträumter Muße.
Away We Go handelt von einem zukünftigen Elternpaar,
das sich aufmacht,um in den Weiten Amerikas ein neues
Zuhause für ihre Dreisamkeit zu finden.
“More often than not, and where it really counts,
“Away We Go” hits home.” – CNN
Soll im Endeffekt heißen: Anschauen gehen.
Das Unvermeidliche ist eingetroffen.
Nach feuchtfröhlichem Feiern an verschiedenen Placas und Ramblas,nahmen meine katalanische Entourage und Ich uns eine Auszeit und setzten uns auf die Rambla von Raval, als zwei Ravalräuber, Eigens von Ronja ausgesucht, mir mit einem gekonnten Mannöver (besoffentuend ist einer beim Gehen vom Freund geschubstwordend über mich gefallen) das Handy gemoppst haben. Die Langfinger fingern sich durch die ganze Stadt und Ich sehe anscheinend noch zu Touri aus. Coolerweise haben die Braungesichter mein Handy so lange benutzt, bis es ausgeschaltet wurde; Mama, Papa, Oma, Großonkel, Delphin des Großonkels, Cousin, Bruder des Cousins Nachbarn und dessen Haus-Transformer wissen jetzt wahrscheinlich, wie es dem Braungesicht in Barcelona so geht. Mal sehen, wie kooperativ eplus sein wird. Mein Talent zum rote Zahlen schreiben bleibt nach wie vor in Takt.
Darf Ich vorstellen, mein prall-pinkes Plaza!
Gestern bin Ich angekommen, in der WG am Placa de Sagrada Familia.
Wir sind zu viert, außer mir alles Katalanen. Zum gelungenen Einzug
sind wir auch direkt mal ausgezogen, zur Kolumbusstatue genauer
gesagt, wo Bands spielten. Barcelona ist momentan von Bühnen übersät,
da ab heute das La Merce Fest beginnt, barcelona-
tourist-guide.com nach das größte, farbigste und wildeste Fest
in Barcelona.
Kann man glaub ich so stehen lassen.
Die WG ist schön, mit Balkon, hellem Wohnzimmer und netter Küche.
Mein Zimmer ist klein, hat wenig natürliches Licht und pinke Wände;
genug Gründe, um so oft wie möglich die Stadt zu erkunden. Detailiertere
Fotos werden folgen.
Adios a todos
Das ist er, der neue blitzblanke Barcelona Blog. Den solltet ihr auch ganz schnell zu den Lesezeichen hinzufuegen; Stories, Fotos und Geschmiertes werden euch dann in regelmaessigen Abstaenden aufgetischt.
Ich bin jetzt bereits zwei Tage hier, kann es einerseits gar nicht fassen, dass es schon zwei Tage sind, andererseits kommt es mir so vor, als ob Ich hier schon eine halbe Ewigkeit gewesen waere. Voruebergehend wohne Ich bei einer Saarbrueckerin, die Ich ueber mehrere Ecken kenne und die mich noch-nie-gesehen-habend bei sich wohnen laesst.
Die Tage habe Ich damit verbracht durch die Strassen zu laufen, an Sehenswuerdigkeit vorbei zu flitzen, WG-Zimmer zu besichtigen und dabei so wenig wie moeglich wie ein Tourist auszusehen. Heute bin Ich nach zwei Tagen fuendig geworden, eine WG mit drei Katalanen, direkt am Placa de Sagrada Familia, kleines Zimmer mit Hochbett und pinken Waenden, was aber alles noch modifizierbar ist. Das helle Wohnzimmer, der kleine Balkon und die freshe Katalanin, die mir die Wohnung gezeigt hatte, waren Gruende, warum Ich mich fuer das Zimmer entschieden habe und die germanischen Charaktereigenschaften Meinerseits waren dann wahrscheinlich die Gruende mich auch direkt in die WG aufzunehmen. Ansonsten ist alles so, wie man es sich vorstellt; die Sehenswuerdigkeiten sind ueberlaufen, die Sonne strahlt so gut sie kann, Der Kebab schmeckt nicht halb so gut wie in Deutschland und die Frauen sehen einfach mal alle gut aus.
Also dann, Morgen stehen Uni-Registrierung und WG-Einzug an. Eure Goetter moegen mir beistehen.
alles in einzelne kartons, sicher abgetrennt voneinander.
Abkleben, bezeichnen und dann ab in den Keller.
Da stehen sie dann, total abgepackt.
Flug buchen, WG-Zimmer abtreten, letzte Projekte beenden,
Auslandsbafög verpeilen, verabschieden und sich dann
sicher abtrennen voneinander.
Das Alte escapen.
Das Neue entern.
Barca, baby!





















































